Über 60.000 Bestellungen aus 25 Ländern. Innerhalb von nur drei Wochen.

Was für viele Onlinehändler nach einem langfristigen Wachstumsziel klingt, wurde für das kleine Familienunternehmen TJ-Motion innerhalb kürzester Zeit Realität. Nach dem Auftritt in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ im September 2024 stieg die Nachfrage sprunghaft an. Die tatsächlichen Bestellmengen erreichten zeitweise das Siebenfache der ursprünglichen Planung.

Ein enormer Erfolg, aber gleichzeitig eine operative Herausforderung. Denn mit jeder zusätzlichen Bestellung wachsen auch die Anforderungen an Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Kundenkommunikation.

Gerade für kleinere Unternehmen stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Wie lässt sich internationales Wachstum bewältigen, ohne dass die Logistik zur Wachstumsbremse wird?

Das Beispiel TJ-Motion zeigt, warum eine frühzeitig geplante Fulfillment- und Versandstrategie so wichtig ist und welche Rolle der passende Logistikpartner dabei spielt.

60.000+ Bestellungen
25 Länder
3 Wochen

Quelle: PARCEL.ONE und FULFILL.ONE Success Story TJ-Motion. Zeitraum: September 2024.

Das Wichtigste auf einen Blick

Wachstum verändert die Anforderungen an die Logistik. Was bei wenigen täglichen Bestellungen noch mit einfachen Abläufen funktioniert, muss bei stark steigender Nachfrage zuverlässig skalierbar sein.

Internationaler Versand braucht Flexibilität. Unterschiedliche Zielmärkte stellen unterschiedliche Anforderungen an Carrier, Zustelloptionen, Transportwege und Tracking.

Fulfillment und Versand müssen zusammenspielen. Das Beispiel TJ-Motion zeigt, wie abgestimmte operative Prozesse kleinen Unternehmen helfen können, internationale Nachfrage zu bewältigen.

TJ-Motion: Wenn aus einer guten Idee internationale Nachfrage wird

TJ-Motion ist ein Familienunternehmen aus dem fränkischen Weisendorf. Die Marke entwickelt Produkte für den Wellness- und Fitnessbereich, darunter spezielle Zahnaufsatzkissen, die nach Angaben des Herstellers zur Entspannung der Kiefermuskulatur beitragen sollen.

Mit ihrem Produkt traten Sonja Lyer und Oliver Brehm am 9. September 2024 in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf. Die damit verbundene Aufmerksamkeit führte zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Nachfrage.

In den ersten drei Wochen nach der Ausstrahlung gingen mehr als 60.000 Bestellungen aus 25 Ländern ein. Zeitweise lag das Bestellaufkommen beim Siebenfachen der ursprünglichen Erwartungen.

Für ein junges Unternehmen bedeutet eine solche Entwicklung weit mehr als einen kurzfristigen Umsatzschub. Große Bestellmengen müssen in kurzer Zeit verarbeitet werden, während neue Kunden eine zuverlässige Lieferung und transparente Kommunikation erwarten.

Die Herausforderung begann schon vor der Ausstrahlung

TJ-Motion hatte sich frühzeitig mit der Frage beschäftigt, wie sich steigende Bestellzahlen abwickeln lassen. Bereits im August 2024 entstand der Kontakt zu FULFILL.ONE.

Gesucht wurde ein Partner, der nicht nur die vorhandenen Bestellungen bearbeiten, sondern auch auf eine deutlich höhere Nachfrage reagieren konnte.

Vor dem TV-Auftritt mussten Systeme angebunden, Versandmaterial vorbereitet und Fulfillmentprozesse organisiert werden. Shopify wurde als Shopsystem eingesetzt, während Happy Squirrels unter anderem die ERP-Integration mit weclapp unterstützte.

Als die Nachfrage nach der Ausstrahlung die ursprünglichen Planungen übertraf, waren zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Die Lagerbestände wurden knapp, weitere Produktionschargen mussten abgestimmt und zusätzliches Verpackungsmaterial organisiert werden.

Auch im Kundenservice stieg der Aufwand. Neben Fragen zu Lieferzeiten mussten beispielsweise Adressänderungen, Bestellmengen und Nachlieferungen koordiniert werden.

Der Praxisfall zeigt, wie eng Marketing, Warenbestand, Fulfillment, Versand und Kundenservice bei starkem Wachstum miteinander verbunden sind.

Warum internationale Expansion gerade für kleine Unternehmen anspruchsvoll ist

Wer zunächst nur wenige Bestellungen täglich bearbeitet, kann viele logistische Aufgaben mit überschaubarem Aufwand organisieren. Sobald größere Mengen oder zusätzliche Zielmärkte hinzukommen, verändert sich diese Situation.

Mehr Bestellungen bedeuten mehr operative Prozesse

Jede Bestellung benötigt korrekte Bestandsdaten, eine zuverlässige Kommissionierung, passende Verpackung und die rechtzeitige Übergabe an den Versanddienstleister.

Steigen die Bestellungen schneller als die verfügbaren Kapazitäten, können Bearbeitungszeiten länger werden und Fehler zunehmen.

Entscheidend ist deshalb, dass Prozesse nicht ausschließlich auf das durchschnittliche Tagesgeschäft ausgelegt sind, sondern auch auf saisonale Schwankungen, Marketingaktionen und unerwartete Nachfragespitzen vorbereitet werden.

Jedes Zielland bringt eigene Anforderungen mit

International zu verkaufen bedeutet nicht einfach, zusätzliche Länder im Onlineshop freizuschalten.

Je nach Markt unterscheiden sich bevorzugte Zustelldienstleister, Versandoptionen, Lieferzeiten und Anforderungen an die Versanddaten. Bei Sendungen in Länder außerhalb des EU-Zollgebiets können zusätzlich Zollformalitäten und Einfuhrabgaben hinzukommen.

Für kleinere Händler entsteht dadurch schnell eine hohe Komplexität, insbesondere wenn für jedes Land eigene Carrier Verträge, Schnittstellen und Versandprozesse aufgebaut werden müssen.

Das Kundenerlebnis endet nicht mit dem Kauf

Mit steigender internationaler Nachfrage wächst auch der Informationsbedarf der Kunden. Sie möchten nachvollziehen können, wo sich ihre Bestellung befindet, wann sie voraussichtlich ankommt und was bei einer Verzögerung passiert.

Einheitliche Trackinginformationen und klare Prozesse bei Zustellproblemen helfen dabei, diese Anforderungen zu erfüllen.

Deshalb sollte die Versandstrategie schon vor der Expansion Teil der gesamten Customer Experience sein.

PARCEL.ONE und FULFILL.ONE: Ein abgestimmtes Logistikmodell

Im Fall TJ-Motion wurde die operative Abwicklung durch das Zusammenspiel von FULFILL.ONE und PARCEL.ONE unterstützt.

FULFILL.ONE übernahm die Fulfillmentprozesse. Dazu gehörten die Vorbereitung, Kommissionierung und Verpackung der Bestellungen sowie die Organisation der Abläufe im Lager.

PARCEL.ONE verantwortete den internationalen Paketversand und die Einbindung geeigneter Zustellpartner für die unterschiedlichen Zielmärkte.

Durch die abgestimmten Leistungen konnten Lagerprozesse und internationaler Versand gemeinsam organisiert werden, statt die jeweiligen Aufgaben unabhängig voneinander aufzubauen.

Fulfillment, das auf schwankende Mengen reagieren kann

Die Herausforderung bei einem unerwarteten Bestellanstieg liegt nicht nur in der absoluten Paketmenge. Entscheidend ist auch, wie schnell auf neue Anforderungen reagiert werden kann.

Bei TJ-Motion mussten beispielsweise zusätzliche Verpackungsmaterialien beschafft und Nachlieferungen abgestimmt werden, während die laufenden Bestellungen weiterbearbeitet wurden.

Der Fall zeigt, warum eine vorausschauende Bestandsplanung, flexible operative Abläufe und eine enge Abstimmung mit dem Kunden wichtig sind.

Internationaler Versand über ein Multi-Carrier-Netzwerk

Ein einzelner Versanddienstleister ist nicht zwangsläufig für jeden Zielmarkt und jede Sendungsart die passende Lösung.

PARCEL.ONE verbindet unterschiedliche internationale Carrier und Versandservices innerhalb einer zentralen Versandlösung. Dadurch können geeignete Versandoptionen entsprechend Zielland, Sendungseigenschaften und verfügbaren Services ausgewählt werden.

Für Händler reduziert sich damit die Notwendigkeit, für jeden neuen Markt eigenständige Carrier Anbindungen und operative Versandprozesse aufzubauen.

Ein zentrales Label- und Trackingkonzept erleichtert zusätzlich die Steuerung des internationalen Paketversands.

Warum ein Multi-Carrier-Ansatz Wachstum erleichtern kann

Bei der Internationalisierung zählt nicht allein der Versandpreis. Ebenso wichtig sind die regionale Zustellabdeckung, verfügbare Empfangsoptionen, die Zuverlässigkeit der Laufzeiten und die Transparenz der Sendungsverfolgung.

Mit mehreren Carrier Optionen können Versandprozesse besser an die Besonderheiten einzelner Zielmärkte angepasst werden.

Das schafft Flexibilität, garantiert aber nicht automatisch kürzere Lieferzeiten oder niedrigere Kosten. Entscheidend ist, dass die verfügbaren Versandservices sinnvoll ausgewählt und die tatsächliche Leistungsfähigkeit regelmäßig überprüft werden.

Gerade für kleinere Unternehmen kann ein zentral gesteuertes Multi-Carrier-Modell die internationale Expansion organisatorisch vereinfachen.

Fünf Fragen, die kleine Unternehmen vor der Expansion klären sollten

Das Beispiel TJ-Motion zeigt, wie wichtig die operative Vorbereitung auf Wachstum ist. Auch wenn nicht jedes Unternehmen einen plötzlichen Nachfrageschub durch eine TV-Sendung erlebt, können erfolgreiche Marketingkampagnen, saisonale Aktionen oder die Erschließung neuer Märkte ähnliche Herausforderungen auslösen.

Vor dem nächsten Wachstumsschritt sollten Händler deshalb prüfen, ob ihre Prozesse ausreichend vorbereitet sind.

Sind unsere Fulfillmentprozesse skalierbar?

Können zusätzliche Bestellungen mit den vorhandenen Lager-, Kommissionier- und Verpackungsprozessen zuverlässig abgewickelt werden? Und welche Kapazitäten stehen zur Verfügung, wenn das Bestellvolumen kurzfristig steigt?

Sind Warenbestände und Nachlieferungen planbar?

Wie aktuell sind die Bestandsdaten? Gibt es klare Abläufe für Nachproduktion, Wareneingang und Engpässe beim Verpackungsmaterial?

Können wir neue Zielmärkte einfach anbinden?

Welche Versanddienstleister und Zustelloptionen werden benötigt? Sind zusätzliche technische Integrationen erforderlich oder lassen sich neue Märkte über eine bestehende Versandplattform erschließen?

Haben wir einheitliche Trackinginformationen?

Können Kunden und Supportteams den Versandstatus auch dann nachvollziehen, wenn unterschiedliche internationale Zustellpartner beteiligt sind?

Gibt es einen Plan für unerwartete Nachfragespitzen?

Welche Maßnahmen greifen bei deutlich höheren Bestellmengen als erwartet? Sind Zuständigkeiten, Eskalationswege und Kommunikationsprozesse im Vorfeld geklärt?

Diese Fragen sind nicht nur für Start-ups relevant. Auch etablierte Marken sollten ihre logistischen Strukturen regelmäßig überprüfen, bevor neue Märkte oder Vertriebskanäle hinzukommen.

Können auch kleine Unternehmen international verkaufen?

Ja. Internationale Expansion ist nicht ausschließlich großen Unternehmen vorbehalten. Entscheidend sind eine geeignete Nachfrage, wirtschaftlich tragfähige Versandkosten und Prozesse, die auf die Anforderungen der Zielmärkte abgestimmt sind.

Wann lohnt sich ein externer Fulfillment-Partner?

Ein externer Fulfillment-Partner kann sinnvoll sein, wenn die vorhandenen Lagerkapazitäten begrenzt sind, Bestellmengen stark schwanken oder operative Prozesse zu viele interne Ressourcen binden. Entscheidend sind die tatsächlichen Kosten, die Prozessqualität und die erforderliche Flexibilität.

Welche Vorteile bietet Multi-Carrier-Versand für kleinere Händler?

Ein Multi-Carrier-Modell ermöglicht den Zugang zu unterschiedlichen Versanddiensten und Zustellnetzen. Händler können damit geeignete Optionen für ihre Zielmärkte auswählen, ohne alle Carrier einzeln technisch und operativ anbinden zu müssen.

Wie bereitet man sich auf unerwartet hohe Bestellmengen vor?

Wichtig sind eine realistische Kapazitätsplanung, verlässliche Bestandsdaten, alternative Beschaffungsmöglichkeiten und klare Abstimmungen zwischen Shop, Fulfillment, Versand und Kundenservice. Auch regelmäßige Tests der technischen Schnittstellen können helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen.

Fazit: Internationales Wachstum braucht eine Logistik, die mitwächst

Die Geschichte von TJ-Motion zeigt, wie schnell internationale Nachfrage entstehen kann und welche Anforderungen damit verbunden sind.

Ein erfolgreiches Produkt und eine starke Marketingwirkung sind wichtige Voraussetzungen für Wachstum. Damit daraus langfristig zufriedene Kunden werden, müssen jedoch auch die operativen Prozesse funktionieren.

Gerade kleinere Unternehmen profitieren deshalb von einer Logistikstrategie, die nicht nur das aktuelle Bestellvolumen berücksichtigt, sondern auch weitere Zielmärkte und mögliche Nachfragespitzen.

Mit FULFILL.ONE und PARCEL.ONE lassen sich Fulfillment und internationaler Paketversand miteinander verbinden. So können Händler operative Aufgaben zentral organisieren und sich stärker auf ihre Produkte, ihre Kunden und die weitere Entwicklung ihrer Marke konzentrieren.

Du möchtest international wachsen, ohne für jeden neuen Markt eine eigene Versandstruktur aufzubauen?

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